Vorlesungsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Das studentische Vorlesungsverzeichnis

Studi-VVZ WiSe 2018/19 Heft -> das Verzeichnis als .pdf zum ausdrucken und offline lesen, die aktuellsten Infos findet ihr aber hier auf der Seite.

In unserem Archiv findet ihr außerdem auch Verzeichnisse aus vergangenen Semestern.

Über das studentische Vorlesungsverzeichnis

Alle hier versammelten Lehrveranstaltungen werden von Studierenden konzipiert und geleitet. Miteinander gemein haben sie außerdem, dass sie explizit für jede*n – egal von welcher Uni, ob immatrikuliert oder nicht – offen sind.

Schon diese kleine Geste – die Zusage, dass alle Interessierten willkommen sind – hat eine politische Bedeutung. Selbstverständlich ist diese Offenheit für die Hochschule nämlich nicht. Die Tore dieses Ortes, dessen Idee es vielleicht einmal war, positiv in die Gesellschaft hinein zu wirken, schließen sich der Tendenz nach zunehmend. Paradoxerweise liegt dieser Trend quer zu einer Zunahme der Studierendenzahlen in bisher unbekanntem Ausmaß – mehr als 50% Prozent jedes Jahrgangs studieren mittlerweile. Während nach wie vor für diejenigen, die kein Abitur haben, die Hürden auf dem Weg zu ‚höherer Bildung‘ schwer zu überwinden sind, wird es auch noch zunehmend fraglich, inwiefern selbst Immatrikulierte an der Universität noch so etwas wie Bildung erleben dürfen. Regelstudienzeit, Modularisierung, ECTS-Punkte und ein Dutzend Zwischenprüfungen machen unmöglich, was gemeinhin als Voraussetzung für eine bildende Erfahrung gilt: Die Freiheit und die Zeit, zu experimentieren, den eigenen Interessen nachzugehen, zu scheitern. Wer belegt unter solchen Bedingungen noch ein Seminar aus purer Neugier, nimmt sich noch die Zeit, um das Lehrangebot anderer Hochschulen kennenzulernen?

Was mit dem ’studentischen Vorlesungsverzeichnis‘ angeboten wird, ist jedoch keine ‚Gegenuniversität‘. Die studentischen Seminare und Vorlesungen, die hier gelistet sind, tauchen in der Regel auch im offiziellen Vorlesungsverzeichnis auf, sind mit Leistungspunkten anrechenbar und werden mit Uni-Geldern finanziert. Unser Anspruch ist es vielmehr die Ressourcen und Strukturen der Universität ein Stück weit gegen sie selbst zu richten. Wir wollen mehr Menschen studentische Lehre nahebringen und so zeigen, dass es für ein gutes Seminar nicht unbedingt eine Professor*in braucht. Wir vereinen Veranstaltungen verschiedener Berliner Universitäten, um Studierende zu motivieren, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, Angebote an anderen Hochschulen wahrzunehmen – eine Möglichkeit, die stetig durch immer rigider werdende Anmeldeverfahren verbaut wird. Wir wenden uns auch an Nicht-Studierende, die in der Regel nur ausnahmsweise die ehrwürdigen Hallen der Universität betreten dürfen und für die unser Angebot eine unkomplizierte Möglichkeit sein soll, Seminare zu besuchen. Wir hoffen, dass dadurch das Prinzip einer Universität, die von einem Ort für Wenige zu einem für Keine*n geworden ist, ein wenig unterwandert wird.

Wie benutze ich das studentische Vorlesungsverzeichnis?

Die Tutor*innen der hier aufgelisteten Seminare und Projekte haben zugestimmt, ihre Veranstaltung für alle, die Interesse haben, zu öffnen und die nötigen Lehrmaterialien frei zur Verfügung zu stellen. Du kannst jede der Veranstaltungen also einfach besuchen. Wenn du dir bei irgendetwas unsicher bist, du vielleicht die Räume nicht kennst, nicht weißt, wie du an die Seminartexte kommst oder sonst eine Frage hast, kannst du dich immer bei der entsprechenden Tutor*in per E-Mail melden.

Wenn du in einer der Veranstaltungen gerne Leistungspunkte erwerben möchtest, solltest du dich informieren, inwiefern das möglich ist und ob du dir diese für deinen Studiengang anrechnen lassen kannst. Wende dich an die studentische Studienberatung, das Prüfungsamt, deine Modulbeauftragte oder an die Tutor*in der Veranstaltung. Grundsätzlich gilt, dass du in Berlin das Recht hast, Leistungen auch an anderen Unis zu erbringen. Manche Prüfungsämter sind bei der Anerkennung strenger als andere. Meistens ist die Anrechnung kein Problem, manchmal muss man aber etwas hartnäckig sein, damit es klappt.

Studentische Lehre

Über studentische Lehre in Berlin

Berlin hat eine lange Geschichte studentischer Tutorien und Seminare. In den West-Berliner Hochschulen, die sich schon seit ihrer Gründung Ende der 40er Jahre als besonders progressiv verstanden, trugen Studierende von Anfang an viel Verantwortung in der Lehre. Ein breites Netz an studentischen Tutorien war kennzeichnend für das sogenannte ‚Berliner Modell‘, das sich durch egalitärere Verwaltungsstrukturen von den anderen bundesdeutschen Universitäten unterschied. Das Konzept der auch heute noch vorhandenen Projektwerkstätten und -tutorien an der TU und HU wurde in den 80er Jahren von einem Bündnis linker Studis und Professor*innen erarbeitet und durchgesetzt. Auch an der FU wurde ein Programm studentischer Seminare politisch erkämpft. Im WS 1989/90 wurden an der FU 68 (!) Projekttutorien angeboten. Nach vielen Jahren ständiger Kürzungen wurden diese jedoch 2002 endgültig durch einen Beschluss der professoralen Mehrheit des akademischen Senats klammheimlich eingestellt.

Oft waren und sind die studentischen Seminare einige der wenigen Lehrveranstaltungen, in denen sich auf Augenhöhe mit Dingen beschäftigt wird, die im üblichen Unibetrieb keinen Platz haben. Damit spielen sie seit jeher eine kritische Rolle an einer normalerweise eher unkritischen Institution. Doch schon von Anfang an fügten sich Tutorien und Projektwerkstätten auch sehr gut in die Ziele der Universitäten ein. Als relativ günstige Arbeitskräfte stopfen Studierende die Löcher im Lehrangebot und sollen dabei vor allem das beisteuern, wofür sich Andere zu schade sind: Praxisbezug, Interdisziplinarität, Kompetenzenerwerb. Leider muss man feststellen, dass diese Tendenz sich weiter verschärft und sich studentische Lehre immer besser ins Leitbild der ‚unternehmerischen Universität‘ einfügt. Die Hochschulen können damit werben, dass sie ihren Kunden die Möglichkeit bieten, sich schon frühzeitig in Führungsaufgaben zu bewähren und Studierende üben mit dem Antragsschreiben schon einmal die Heuchelei und Konformität des Drittmittelsystems ein. Beste Voraussetzungen für eine Karriere in der Wissenschaft. Seminare, die von Studierenden geleitet werden, sind also nicht per se progressiv – weder der Form noch dem Inhalt nach. Umso erstaunlicher daher, dass sie es oft genug dennoch sind. Wir sehen in den verschiedenen Formaten studentischer Lehrveranstaltungen, die es in Berlin gibt, nach wie vor eine Chance für kritische Wissenschaft und Lehre ‚von unten‘. Damit diese Chance besser genutzt werden kann, glauben wir aber, dass es einen klügeren und solidarischeren Umgang mit ihr braucht. Anstatt schon im Bachelor um Geld und Positionen mit anderen Studierenden zu konkurrieren, sollten wir unser Wissen darum, wie man erfolgreiche Anträge schreibt, ohne sich dabei den Anforderungen der Uni zu unterwerfen und ohne den eigenen kritischen Anspruch aufzugeben, sammeln und miteinander teilen. Anstatt sich als Einzelkämpfer*in durchs Studium zu schlagen, sollten wir uns gegenseitig unterstützen und uns kollektiv für studentische Projekte bewerben. Auch dieses Vorlesungsverzeichnis ist als Versuch zu verstehen, studentische Lehre so zu fördern und zu organisieren, dass sie sich in Zukunft noch stärker durch ihre Offenheit und Progressivität vom Rest der Uni unterscheidet.

Willst du selbst ein Seminar geben?

Die Vorstellung, selbst ein Seminar zu konzipieren und für dieses dann ein ganzes Semester lang Verantwortung zu tragen, ist sicherlich zunächst abschreckend. Die Erfahrung zeigt aber, dass es so schwierig gar nicht ist. Wenn man sich für das Thema wirklich interessiert, dann fällt die Vorbereitung in der Regel leicht. Nie im Studium hat man außerdem sonst die Gelegenheit, sich so intensiv mit einer Sache auseinanderzusetzen! Die eigene Begeisterung überträgt sich in der Regel auch auf die anderen Studierenden und so zählen studentische Seminare meistens zu den spannendsten und intensivsten. Ihr könnt euch auch zu zweit oder zu dritt oder zu sechst die Arbeit und Verantwortung teilen! Es gab und gibt sehr erfolgreiche studentische Seminare, die kollektiv gestaltet und durchgeführt wurden. Um es dir oder euch leichter zu machen und die Erfahrung von Studierenden, die schon einmal eine eigene Veranstaltung geleitet haben, weiterzureichen, haben wir einen Verteiler mit aktuellen und ehemaligen Tutor*innen eingerichtet. *Wenn du eine Idee für ein eigenes Seminar hast und dafür noch gerne Ratschläge und Tipps hättest, dann schicke dein Anliegen einfach an diesen Verteiler: stud.lehre.berlin@lists.riseup.net*

In Berlin gibt es zur Zeit vier verschiedene Programme, bei denen man die Förderung eines eigenen Seminars beantragen kann. An der TU gibt es die ‚Projektwerkstätten‘ und die ‚tu projects‘ und an der HU Berlin gibt es die ‚Q-Tutorien‘ und die ‚Projekttutorien‘. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Formaten sind nicht sehr groß. Die Informationen zu den Konditionen, Fristen, inhaltlichen und formalen Kriterien sind alle leicht im Internet ausfindig zu machen. Abgesehen von den Projekttutorien, die nur für HU–Studierende offen stehen, kann man sich bei jedem der Programme bewerben, wenn man an einer der Berliner Universitäten oder Hochschulen eingeschrieben ist.

Veranstaltungen Wintersemester 2018/19

Abseits des Kanons: Unterhaltungs- und Trivialliteratur des 20. und 21. Jahrhunderts

Format: Projekttutorium (HU)
Ort: Dorotheenstraße 24, Raum 3.509
Zeit: Mittwoch, 12-14 Uhr
Seminarleitung: Emma Charlott Ulrich
Kontakt: brod_bulgakow@hotmail.de
Kaum ein Ordnungsmodell in der Literaturwissenschaft impliziert so viele ästhetische und moralische Bewertungen wie das der Einteilung in Hohe und niedere Literatur.
In diesem Projekttutorium wollen wir uns Unterhaltungs- bzw. Trivialliteratur des 20. Und 21. Jahrhunderts aus unterschiedlichen Perspektiven annähern. Dabei soll es darum gehen, sich von bekannten literarischen Kategorien und vermeintlich etablierten Wertzuschreibungen zu lösen, und sie stattdessen zu historisieren. Ausgehend von einer genauen literaturwissenschaftlichen Analyse, sollen Groschenromane, Kitsch-, Schund- und Schemaliteratur nicht nur den individuellen Lesehorizont erweitern, sondern Unterhaltungs- bzw. Trivialliteratur in ihrer gesellschaftlichen Relevanz bis heute ernst genommen werden.
Von Landser-Heft über Perry Rhodan und Verena Stefan bis hin zu Utta Danella und Jörg Fauser: wir lesen uns durch das 20. Jahrhundert abseits des Kanons und entwickeln eigene Forschungsfragen, Thesen und Projekte zur vermeintlichen Trivialliteratur von heute.

Bist Du Un_Rap_bar ?

Format: Projektwerkstatt (TU)
Ort: Straße des 17. Juni 135, H 2051
Zeit: Mittwoch, 18-20 Uhr
Leitung: Seyma Erdi & Viola Grunow
Kontakt: unrapbar@gmail.com
Wir analysieren unter literatur – und kulturwissenschaftlichen Kriterien Performances, vorallem Rap-Videoclips. Körper, Stimme, Rythmus sowie die Inhalte der Texte von den Rappenden geben dabei Impulse zur Analyse. Ziel ist es, sich für Themen wie Sexismus, Rassismus, Gewalt und Gender innerhalb der Rap-Clips zu sensibilisieren. Darüber hinaus vermittelt das Seminar „Praxis- Einheiten“, in denen die Teilnehmenden ihre eigenen Performances gestalten dürfen. Das Seminar setzt Offenheit, Freude am Diskutieren und im Umgang mit Sprache voraus und ist offen für alle Teilnehmer_Innen! Um Voranmeldung unter der Email- Adresse: unrapbar@gmail.com wird gebeten, da die Teilnehmer-Zahl begrenzt ist.

Blue Engineering – Ingenieurinnen und Ingenieure mit sozialer und ökologischer Verantwortung

Format: tu project (TU)
Ort: Straße des 17. Juni 135, H 3006
Zeit: Dienstag, 10-14 Uhr
Leitung: Theresa Jansen
Kontakt: theresa.jansen@blue-engineering.org
Das Blue Engineering Seminar befähigt Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen sich mit einem breiten Themenspektrum aus ökologischer und sozialer Verantwortung kritisch und konstruktiv zu befassen. Gemeinsam mit euch möchten wir die Schnittstellen von Technik und Gesellschaft, sowie den Berufsalltag von Ingenieurinnen und Ingenieuren in den Blick nehmen.
Ihr kommt im Blue Engineering Seminar mit Studierenden verschiedener Ingenieurswissenschaften ins Gespräch. Studierende der Geistes-, Planungs-, Natur- Sozialwissenschaften können problemlos teilnehmen, da ein vertieftes Technikverständnis nicht notwendig ist.
Wir benutzen unterschiedliche didaktische Methoden, so dass Ihr jede Sitzung bei der Erarbeitung der jeweiligen Inhalte mitwirkt. Bei uns kommt so gut wie kein Frontalunterricht vor, stattdessen möchten wir euch ermutigen, das jeweilige Thema aktiv kennenzulernen und gemeinsam zu hinterfragen. Somit ist das Blue Engineering Seminar eine hervorragende Veranstaltung für alle, die eine Abwechslung von gängigen Vorlesungen und Übungen wünschen, sowie interdisziplinäres, selbstständiges und kreatives Lernen und Denken schätzen.
In vielen Fächern lässt es sich bereits als Wahlpflichtfach anrechnen (Maschinenbau, VW, ITM, Wi-Ing, Informatik).
Nähere Informationen zu Aufbau, Struktur und Anforderungen des Seminars findet ihr auf folgender Seite:
http://www.blue-engineering.org/wiki/TUB:Seminar:2018_1

Deutschkurs in der Box

Format: Projektwerkstatt (TU)
Ort: Straße des 17. Juni 136, Raum 645 & Fraunhofer Straße 33–36, Raum 403
Zeit: Freitag, 12-16 Uhr
Leitung: Hye Won Lee & Jaqueline Szeibert
Kontakt: hyewon.lee@campus.tu-berlin.de ; jacqueline.szeibert@campus.tu-berlin.de
Im Seminar werden ehrenamtliche Deutschkurse betrachtet, die in Berlin mit Geflüchtete stattfinden, mit dem Ziel unterstützendes Material (Arbeitsblätter, Poster, Lernspiele, Tipps etc.) für diese zu produzieren.
Das Spektrum an verschiedenen Deutschkursen (Alphabetisierungskurse, Kurse für Frauen mit Kinderbetreuung, Kurse in Flüchtlingsheimen oder außerhalb etc.) wird erfasst, indem die Studierenden mit verschiedenen Initiativen in Kontakt treten, an bestehenden Deutschkursen hospitieren und selbst unterrichten.
Das Ziel dieses Semesters ist weiteren Materialien (Arbeitsblätter, Poster, Lernspiele, Tipps etc.) zu erstellen, die sowohl inhaltlich als auch didaktisch angemessen und flexibel einsetzbar sein. Das entworfene Material soll jedem Verband oder jeder motivierten Person ermöglichen, ohne erheblichen Mehraufwand einen Deutschkurs für Personen mit Flucht- und Migrationshintergrund zu gestalten.
Studierende aller Fachrichtungen mit oder ohne Lehrerfahrung können am Projekt teilnehmen.
Die Hauptsprache der Projektarbeit wird dieses Semester Deutsch sein, allerdings ist das Seminar auch für Englischsprachige offen.
Our idea is to build a box, which would contain teaching-material (working sheets, posters, pictures, games, guidelines…) for volunteers who want to help asylum-seeking people to learn German.
We noticed, from personal experience, that many teachers need and would use this help. Often, they do not know what they should teach, how they can give a fun and structured class, or how they can meet the needs and wishes of the German-learning people in front of them.
Those free (or very low cost classes) classes are very special, since the German-teachers are rarely professionals, who usually do not have much time to prepare their classes beforehand. Often, it is even not really possible to prepare them because one never knows for sure who their pupils are going to be, nor the various levels of said pupils. Moreover, the German-learning people are from different countries, cultures, academic backgrounds and their knowledge of the latin Alphabet is very diverse.
We welcome every Student, with our without experience with this kind of „non-professional“ German classes, as a learning or teaching person to join us next semester to work in an interdisciplinary project with a real-life impact!
The main language of the course is German. However, the course is open for English Speaking Students.

DIY- & Mechatronics-Lab

Format: Projektwerkstatt (TU)
Ort & Zeit: auf Anfrage o. auf der Website einzusehen
Leitung: Lennard Bödiger & Jakob Stimpfl
Kontakt: lennard-boediger@posteo.de ; jakob.stimpfl@posteo.net
Ihr habt Ideen, die ihr verwirklicht sehen wollt?
Dann meldet euch zum interdisziplinären Modul: DIY und Mechatronics Laban. In Verbindung mit einem ökologischen Umgang, im Sinne Up- & Recycling, hast du hier die Möglichkeit deine Projekte in einem studentischen Team umzusetzen. In den Räumlichkeiten des studentischen „3D-Druck / DIY-Repair Café“ findest du neben einer offenen Werkstatt auch Arbeitsräume und ein kleines Café. Es dient als Ort der Kreativität für Studierende und andere TüftlerInnen und diesen wollen wir im Rahmen der Projektwerkstatt auch weiter ausbauen. Teil des Moduls sind auch „Skillsharing-Workshops“, die euch bei der praktischen Umsetzung des Projekts helfen sollen und in denen Modulfremde Teilnehmer neue Fähigkeiten erwerben können. Dabei wurden in den vergangenen Semestern bereits Workshops zu folgenden Themen angeboten: Bedienung der vorhandenen 3D-Drucker, Filament-Extruder, Softwarenutzung z.B. 3D-CAD, Textil-, Metall-, Kunststoff- & Holzbearbeitung und einige mehr. Informationen zu Räumen und Anmeldung findet ihr auf
http://tatendrang.tu-berlin.de/wp/projekte/diy-mechatronics-lab/
Wir freuen uns auf dich und deine Ideen!

Einführung in die Materialistische Rassismuskritik

Format: Projekttutorium (HU)
Ort: Universitätsstraße 3b, Raum 205
Zeit: Donnerstag, 10-12 Uhr
Leitung: Barfta Sarbo
Kontakt: sarbobaf@hu-berlin.de

Marxistische Gesellschaftstheorie und Rassismus- und Migrationsforschung werden in deutschen akademischen und aktivistischen Kontexten selten explizit zusammengedacht. Ob es ein deutscher Mehrheitsdiskurs ist, der Rassismus als fremdenfeindliches Vorurteil abtut oder eine linke Szene die darin lediglich einen ideologischen Diskurs sieht, es handelt sich in der Regel um einen Rassismusbegriff, der die Phänomene, die im Zusammenhang mit Rassismus stehen in erster Linie auf Bewusstseinsprobleme reduziert. Dem entspricht ein Antirassismus, der Rassismus hauptsächlich im Bewusstsein dekonstruieren will.
Ziel dieses Projekttutoriums ist es, einen materialistischen Rassismusbegriff zu entwickeln, der die historischen Phänomene, die mit Rassismus in Verbindung stehen, wie koloniale Gewalt, sozio- ökonomische Ungleichheit und rassistische Diskurse, im Zusammenhang mit Produktionsverhältnissen erklären kann.

Entstehungskontexte und Erklärungsansätze von autoritärem Denken

Format: Projekttutorium (HU)
Ort: Universitätsstraße 3b, Raum 003
Zeit: Dienstag, 16-18 Uhr
Seminarleitung: Max Deltau
Kontakt: deltauma@hu-berlin.de
„Was wir uns vorgesetzt hatten, war tatsächlich nicht weniger als die Erkenntnis, warum die Menschheit, anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt.“ (Adorno; Horkheimer: Dialektik der Aufklärung)
Spätestens seitdem die Alternative für Deutschland (AfD) als Oppositionsführer in den Bundestag eingezogen ist, ist die Neue Rechte auch in der politischen Landschaft der Bundesrepublik angekommen. Doch nicht nur auf der politischen Ebene erhält autoritäres Gedankengut Raum um sich zu verbreiten. Ein aufmerksamer Beobachter kann schon länger an Supermarktkassen, auf Konzerten und ganz allgemein im öffentlichen Raum eine schleppende, aber spürbare Tendenz erkennen, dass mehr an autoritärem Gedankengut „sagbar“ wird.
In diesem Projekttutorium wollen wir die Etablierung von autoritärem Gedankengut von Seiten einer gut fundierten, gesellschaftskritischen Position problematisieren. Zu Anfang steht daher die Beobachtung, dass ein solches, soziales Phänomen nicht in einem leeren Raum entsteht. Vielmehr ist dies ein Phänomen, dessen Ursprung in der Organisation und dem strukturellen Aufbau von Gesellschaften zu suchen ist.
Im Wintersemester orientieren wir uns an der Vergangenheit. Die „große autoritäre Bewegung“ des 20. Jahrhunderts – der Nationalsozialismus – stellt den Kontext unserer Untersuchungen dar. Wir nähern uns den gesellschaftlichen Voraussetzungen des Nazismus auf struktureller Ebene (u.a. Faschismustheorien) an, wollen aber auch die individuellen Voraussetzungen nicht vernachlässigen (u.a. Psychoanalyse).
Im Sommersemester wenden wir uns der Gegenwart zu. Wir befragen aktuellere theoretische Arbeiten nach ihrer Erklärungskraft bezüglich der autoritären Veränderungen in der Welt.

Erneuerbare für die TU – Solar Powers

Format: tu project (TU)
Ort: tba
Zeit: Donnerstag, 14-18 Uhr
Leitung: Patrick Schubert, Jasmin Wenger
Kontakt: erneuerbare@hri.tu-berlin.de
Ziel des tu-projects ist es, möglichst viele neue Solaranlagen für Dächer oder andere freie Flächen der TU zu konzipieren und gleichzeitig Studierende aller Fachrichtungen und mit unterschiedlichen Vorkenntnissen darin zu befähigen, selbstständig Solaranlagen realitätsnah und nachhaltig auszulegen. Neben der reinen Projektierung einer Solaranlage samt der zugehörigen Grundlagen, befassen sich die Teilnehmenden mit dem gesamten Lebenszyklus der Solaranlage und mit Eigenheiten der Universität als „Trägermedium“. Darüber hinaus vertiefen sie sich je nach verfügbarer Zeit in verschiedenen rechtlichen, technischen und/oder energiepolitischen Themenbereichen.  Das tu project ist ein selbstorganisiertes Projekt, in welchem die Teilnehmenden den größten Teil der Sitzungen selbst moderieren, sich selber ein Semesterziel setzen und dessen Umsetzung planen und durchführen. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig. Benötigte Inhalte bringen sich die Teilnehmenden während des Seminars gegenseitig und eigenständig bei.

Femizide in Deutschland

Format: Q-Tutorium (HU)
Ort: Unter den Linden 9, Raum E14
Zeit: Mittwoch, 10-12 Uhr (findet vom 17.10.2018 bis 13.02.2019 statt)
Seminarleitung: S. Sellemerten, A. von Rohden
Kontakt: selina.sellemerten.1@hu-berlin.de oder annavonrohden@googlemail.com
In diesem Q-Tutorium geht es darum, Femizide in Deutschland interdisziplinär zu erforschen. Dabei soll der Fokus auf strukturellen Hintergründen und Möglichkeiten zur Prävention liegen.
Als Grundlage des Tutoriums soll eine gemeinsame Definition des Begriffs Femizid erarbeitet werden, die sich unter anderem auf feministische Theorien und die ni una menos-Bewegung stützen kann. Darauf aufbauend werden Ursachen, Prävention und die Gefahr einer Vereinnahmung für rassistische, klassistische Diskurse erforscht. Dabei stellt sich auch die Frage nach der Übertragbarkeit schon erarbeiteter Methoden, beispielsweise aus Süd- und Mittelamerika. Wir erhoffen uns verschiedene Perspektiven auf das Thema, z.B. durch Student*innen der Fächer Gender Studies, Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften, Psychologie, Erziehungswissenschaften, Ethnologie, Global Studies, Medienwissenschaften und Spanisch.
Es besteht viel Freiraum für die Teilnehmer*innen, im gegebenen Rahmen eigene Forschungsfragen zu entwickeln und zu bearbeiten. Das Q-Tutorium ist auf zwei Semester angelegt, es besteht jedoch auch die Möglichkeit nur während eines Semesters teilzunehmen. Am Ende jeden Semesters wird es eine Abschlusspräsentation der Forschungsergebnisse geben, die Form der Abschlusspräsentation wird mit den Teilnehmer*innen festgelegt. Teilnehmen können Student*innen ab dem 3. Semester Bachelor/Staatsexamen und Masterstudent*innen. Deutsch- und Englischkenntnisse werden vorausgesetzt, Spanischkenntnisse sind wünschenswert, aber nicht unbedingt notwendig. Das Q Tutorium setzt voraus, das Thema nicht von rassistischen, klassistischen, … Diskursen vereinnahmen zu lassen.
Für weitere Fragen könnt ihr euch gerne an uns wenden, über Anmeldungen würden wir uns freuen, um besser planen zu können: selina.sellemerten.1@hu-berlin.de oder annavonrohden@googlemail.com

Frauenbilder im Dokumentarfilm der DDR

Format: Q-Tutorium (HU)
Ort: Møhrenstraße 40-41, Raum 107a
Der erste Termin wird in diesem Raum stattfinden, danach werden wir evt. einen anderen Raum beziehen!
Zeit: Freitag, 16-18 Uhr
Seminarleitung: A. Hoffmann
Kontakt: hoffmaqc@hu-berlin.de
Im Film überlagern sich die Ebenen des Sehens, des Interpretierens und des Wissens. In diesem Q-Tutorium möchten wir Dokumentarfilme der DDR analysieren und der Frage nachgehen, welche darin formulierten Frauenbilder herausgearbeitet werden können. Die Dokumentarfilmerinnen selbst, aber besonders historisch kontextualisierte Frauenbilder im Zeitraum zwischen 1946 und 1990 werden konkret im Hinblick auf Arbeit und Ausbildung, Gesundheit, sowie allgemein mit dem DDR Alltag verbundene Lebensbereiche in den Fokus rücken können sowie auch nicht zur Aufführung gelangte, verbotene Dokumentationen. Nicht nur im deutschsprachigen sondern auch europäisch und internationalen Wissenschaftsbereich besteht nach wie vor eine Fehlstelle in der Forschung zum Arbeits- und Lebensalltag der Frau in Ostdeutschland sowie der Transformation seit 1990. Das macht auch der Soziologe Nigel Swain deutlich. (Vgl. SWAIN 2013) Studierende aller Fachrichtungen, insbesondere Geschichte, Gender Studies, Medienwissenschaften, Kunst- und Bildgeschichte, Philosophie, Kulturwissenschaften und Europäische Ethnologie sind eingeladen, eigene Teilforschungsfragen zu entwickeln. Ein Workshop, der für Ende November geplant ist, vermittelt uns eine filmpraktische Methode zur essayistischen Filmanalyse, die wir anschließend in kleineren Gruppen hinsichtlich unserer selbstgewählten Forschungsfragen erproben. Bereits konkrete Interessensgebiete sind herzlich willkommen. Es ist möglich, dass wir das Semester mit einer selbstorganisierten Veranstaltung abschließen, auf der unsere entstandenen wissenschaftlichen Essay- Filme für ein breiteres Publikum präsentiert werden. Ein wichtiges Grundprinzip des Q-Tutoriums ist unser motivierter Eigenanteil an der Forschung.

Gender und Nachhaltigkeit in der Ökonomie: (Warum) Ist eine feministische Perspektive in Ökonomischen Theorien der Nachhaltigkeit notwendig?

Format: Q-Tutorium (HU)
Ort: Spandauer Straße 1, Raum 21a
Zeit:  Dienstag, 12-14 Uhr (findet vom 16.10.2018 bis 12.02.2019 statt)
Seminarleitung: C. Brodtmann, L. Goronzy, L. Maaßen
Kontakt: L.maassen@hu-berlin.de
Negative Auswirkungen der Wirtschaft auf die Umwelt werden in ökonomischen Mainstream-Theorien kaum beachtet. Auch soziale Unterschiede und Diskriminierung finden selten Platz in Modellen, in denen Akteure als „Homines Oeconomici“ mit identischen Ausgangslagen und Chancen behandelt werden. Doch obwohl man in den Universitäten nur selten von ihnen hört, existieren bereits ökologisch-ökonomische Ansätze und die sogenannte Feministische Ökonomie, die diese beiden blinden Flecken der neoklassischen VWL aufdecken.
Auch darüber hinaus haben Ökologie und Gender wesentlich mehr miteinander zu tun, als oftmals auf den ersten Blick zu erkennen. Schaut man sich z.B. an, wer Klimawandel wesentlich verursacht, wer dagegen die Auswirkungen spürt und wer bei Lösungen mitspricht, müssen die Antworten nach demografischen Aspekten, und unter anderem Geschlecht, differenziert werden. Außerhalb der VWL findet man bereits Autor*innen, die Ziele der ökologischen Nachhaltigkeit und feministische Perspektiven miteinander verbinden. Genau wie sie glauben wir, dass eine ökologisch nachhaltige Welt in der soziale Ungerechtigkeiten und Sexismus weiterexistieren, genauso wenig erstrebenswert ist wie eine gleichberechtigte Menschheit, die sich ihrer eigenen ökologischen Lebensgrundlage beraubt. Da ökonomische Theorien und die Beschaffenheit unseres Wirtschaftssystems auf beide Aspekte einen nicht unerheblichen Einfluss haben, wollen wir die Schnittstelle der drei Bereiche Gender, Nachhaltigkeit und Ökonomie in den Fokus rücken.
Gemeinsam mit Euch werden wir uns Ansätze des nachhaltigen Wirtschaftens anschauen, wie zum Beispiel die Postwachstumsbewegung, Grünes Wachstum, oder dezentrales alternatives Wirtschaften in solidarischen Betrieben, und untersuchen ob und inwiefern eine feministische Perspektive in diesen Theorien notwendig ist. In kleinen Forschungsgruppen können im Anschluss Fragestellungen beantwortet werden, mögliche Themen sind Queer Ecologies, Zeitwohlstand, Care Economics und viel mehr. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, über die Form entscheidet der Kurs. Teilnehmer*innen aller Studienfächer sind willkommen. Anmeldung, Anregungen und Fragen gerne vorab an.

Gesellschaft ohne Grenzen

Format: Projektwerkstatt (TU)
Ort: Hardenbergstr. 16-18 (HBS), Raum 2.19
Zeit: Dienstag, 10-12 Uhr
Leitung: Franca Schultze-Seehof & Laura Hunger Santiago
Kontakt: gesellschaftohnegrenzen@posteo.de
„Denn das was auf dem Mittelmeer und anderswo passiert, ist auch ein Spiegel unserer eigenen Gesellschaft, des Verfalls unserer Werte.“ (Abé, Nicola/ Eiger, Katrin/ Schaap, Fritz (2018): Migration: Wie eine
humane Flüchtlingspolitik gelingen kann. In: Der Spiegel Nr. 35 vom
25.08.2018, S. 12.)
Gesellschaft ohne Grenzen… Wie soll das gehen? Und was genau soll das sein? – Solche und andere Fragen wollen wir mit euch erkunden, diskutieren und schließlich für die Praxis aufbereiten.
Fakt ist: Es geht nicht ohne unser aller Engagement! – Wir sind die Gesellschaft, und damit sind wir dafür verantwortlich, dass Teilhabe für Alle möglich wird, unabhängig von Hautfarbe, Herkunft, Einkommen, sexueller Orientierung, Geschlecht, etc. Um den gesellschaftlich tief verankerten Unterdrückungsmechanismen und Gewaltausübungen gegenüber den vermeintlich Anderen entgegenzuwirken, bedarf es einer umfangreichen Reflexion über ihren historischen und gesellschaftlichen
Kontext.  Die Grundidee besteht darin, dass wir als Studierende gemeinsam die vorrangig aus den Geisteswissenschaften stammenden gesellschaftstheoretischen und -kritischen Konzepte kennenlernen und auf unser berufliches sowie alltägliches Leben übertragen. Wesentliche Konzepte sind dabei z.B. Postkolonialismus, Subaltern Studies, Inter- und Transkulturalität, Transdifferenz, Pädagogik der Autonomie, Migrationspädagogik, Rassismustheorien und Anti-Bias Ansatz. Darauf aufbauend wollen wir mit euch Material für gesellschaftskritische Workshops erstellen, die auf ein bestehendes Handlungsfeld zugeschnitten und mit einer Gruppe von Betroffenen durchgeführt werden. Der Kurs setzt keine Kenntnisse voraus, nur ein Interesse an gesellschaftlichen Fragestellungen und den Mut kritisch zu denken und zu handeln.

How to TU – Eine Einführung in die Hochschulpolitik

Format: Projektwerkstatt (TU)
Ort: TU Hauptgebäude, Raum 3012
Zeit: Dienstag, 16-18 Uhr
Leitung: Gabriel Tiedje und Joshua Schultheis
Kontakt: j.b.schultheis@posteo.de, gabrielgibbe@googlemail.com

‚Stupa‘, ‚AS‘, ‚LSK‘, ‚VP‘, ‚BK‘, ‚AStA‘, ‚Fakrat‘ und so weiter und so fort… – nicht nur die hochschulpolitische Sprache ist ein komplizierter Jargon aus Akronymen und Abkürzungen, auch die universitäre Selbstverwaltung ist für die meisten ein Dickicht undurchschaubarer Organisationsstrukturen. Entsprechend hoch ist die Hürde, sich an der Universität politisch zu beteiligen. Wer dies dennoch tun will, braucht in der Regel einen langen Atem und die richtigen Kontakte. Mit unserer Projektwerkstatt wollen wir den steinigen Weg zu einem aktiven und partizipativen Studierendendasein etwas leichter machen und uns mit den folgenden Themen beschäftigen:

  • Gremienstruktur und -arbeit an der TU: Wie werden wann von wem welche Entscheidungen an der TU getroffen? Und warum?
  • Studentische Selbstverwaltung: Was hat es mit dem AStA, dem Studierendenparlament und den Fachschaftsinitiativen auf sich?
  • Geschichte der Universität: Über den Mythos ‚Humboldt‘, den Aufstand der Studierenden 1968 und die Bologna-Reform.
  • Bildungsphilosophie: Menschenbildung oder Ausbildung? Bildung durch Wissenschaft oder Multiple-Choice-Test? Die höchste und proportionierlichste Bildung der Kräfte zu einem Ganzen oder Hauptsache korrekt zitieren?

Diese Projektwerkstatt richtet sich an alle Studierende, egal welcher Fachrichtung und welchen Semesters, mit oder ohne hochschulpolitische Erfahrung. Auch Studierende anderer Unis, sowie Nicht-Immatrikulierte sind herzlich willkommen!

Innovativer Tierschutz

Format: tu project (TU)
Ort: Marchstraße 23, MAR 2.057
Zeit: Freitag, 14-16 Uhr
Leitung: Elisa Andrä & Julius Strey
Kontakt: tu.innovaTier@gmail.com
In dem tu project „Innovativer Tierschutz“ können die Studierenden durch die Umsetzung von eigenen Projektideen mehr Umweltbewusstsein in Bezug auf Tiere fördern.
Im Projektseminar setzen sich die Teilnehmenden wissenschaftlich mit der Mensch-Tier-Beziehung auseinander. Themen wie Forschung, Lebensmittelindustrie oder private Haltung von Tieren werden aus verschiedenen Perspektiven kritisch durchleuchtet. Dabei bietet der ökonomische, medizinische, gesundheitliche, soziale und psychologische Stellenwert der Tiere eine gute Diskussionsgrundlage, um zunächst ein Gesamtverständnis der Problematik zu erhalten.
Die Studierenden sollen sich jedoch auch ethisch an das Thema annähern. Anhand philosophischer Texte werden anregende Debatten geführt, in deren Rahmen alternative Sichtweisen entwickelt und kritisch reflektiert werden.
In einem eigenen Projekt vertiefen sich die Studierenden in ein tierschutzrelevantes Thema und entwickeln eigene Ideen für beispielsweise Unterrichtsmaterialien des Berliner Jugendtierschutzvereins oder für andere Anwendungsbereiche. Durch die Umsetzung eigener Projektideen können neue Ansätze in der Aufklärungsarbeit für den Tierschutz entwickelt werden.
Die erste Sitzung findet ab Freitag, dem 26.10.2018, wöchentlich von 14-16 Uhr in Raum MAR 2.057 statt.

Interdisziplinäres Produktlabor

Format: tu project (TU)
Ort & Zeit: Seminartermine werden gemeinsam am ersten Termin (23.10.2018 um 10:00 Uhr)
besprochen. Raum wird vorher auf unserer Webseite bekannt gegeben.
Webseite: https://www.iit.tu-berlin.de/menue/studium_und_lehre/module/seminar_tu_project/
(oder über Direktzugang auf TU Webseite: 40228)
Leitung: Lea Pollacek
Kontakt: l.pollacek@campus.tu-berlin.de
Das tu project beschäftigt sich mit den Themen der Produktlanglebigkeit, Reparierbarkeit und Ressourcenverschwendung. Es wird in Kleingruppen an selbstgewählten Produkten (z.B. Rührgerät) eine Fehleranalyse durchgeführt, die Konstruktion nachvollzogen und eine Reparatur vorbereitet und später durchgeführt. Es wird von Seiten des FG „Industrielle Informationstechnik“, sowie vom Verein „MURKS? NEIN DANKE! e.V.“ thematische Inputs geben und Kooperationen mit anderen nachhaltigen Initiativen bspw. „Repair Cafés“.
Wer sich über das Seminar hinaus in dem Themenfeld der geplanten Obsoleszenz für eine nachhaltigere Ressourcennutzung engagieren möchte, kann gerne unsere Hochschulgruppe   MURKS? NEIN DANKE! unterstützen kommen.

Konflikte in der Planungspraxis

Format: tu project (TU)
Ort: Fraunhofer Straße 33–36,  FH 315
Zeit: Dienstag, 12-14 Uhr
Leitung: Torsten Klafft
Kontakt: torsten.weh.klafft@campus.tu-berlin.de
Seit drei Semestern beschäftigen wir uns mit konfliktorientiertem Entwerfen, einer Herangehensweise an Gestaltungsaufgaben, die den Nutzer und seine Fähigkeit zur Aushandlung in das Zentrum des Entwerfens stellt. Durch die theoretische, die empirische und die praktische Annäherung in interdisziplinären Gruppen haben wir einiges über Konflikte gelernt, dass wir nun offen diskutieren wollen. Hierzu soll es am Ende des Semesters eine kleine Konferenz geben, die maßgeblich von den Seminarteilnehmern gestaltet, organisiert und durchgeführt wird. Dafür müssen wir die Themen strukturieren, pointieren und diskutieren und im Anschluss ausarbeiten und weitervermitteln.
Die vergangenen Semester haben dabei gezeigt, wie tief die Zusammenarbeit zwischen Sozialwissenschaftlerinnen und Planerinnen reichen kann, sodass in der Selbstorganisation kreative und unkonventionelle Formen ausprobiert werden können.
Es handelt sich um ein interdisziplinäres tu project für Architekten, Planer und Sozialwissenschaftler. Das auf 4 Semester angelegte studentisches Seminar geht in die letzte Runde. Die Bestandteile des Moduls können unabhängig voneinander besucht werden. Das nötige Wissen werden wir uns selbst erarbeiten. Offen für Bachelor- und Masterstudenten der Soziologie, der Architektur, der Stadtplanung und Urban Design, sowie Landschaftsarchitektur und Bauingenieurwesen.

Leben im Gefängnis – Menschenrechte im Strafvollzug

Format: Projektwerkstatt (TU)
Ort: TEL-Gebäude am Ernst-Reuter-Platz, 8. Stock, Raum 811
Zeit: Mittwoch, 10-12 Uhr
Leitung: Eva Tanz; Stephanie Böckermann
Kontakt: lebenimgefaengnis@gmail.com
Nach einer thematischen und historischen Einführung zu Gefängnissen und Bestrafung, beschäftigt sich das Seminar mit der Frage, was es heißt im Gefängnis zu leben. Dabei wird diese Fragestellung von verschiedenen Aspekten und Gesichtspunkten beleuchtet, vor allem wie ein Leben in Haft von innen und außen beeinflusst wird. Dazu gehört der Blick auf die Gefängniskultur (z.B. Gefängnissprache), aber auch der Umgang mit den Angehörigen sowie dem Gefängnispersonal. Auch wird die besondere Stellung von Minderheiten im Gefängnis und die zur lebenslanger Haft Verurteilten behandelt. Ein wichtiger Teil des Moduls ist ein Besuch in einer Justizvollzugsanstalt Berlin/Brandenburg, der uns Einblicke in das Leben im Gefängnis geben wird.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt. Die Mailadresse lautet: lebenimgefaengnis@gmail.com

Light and Reflection Lab – Exploring Transdisciplinary Art

Format: Projektwerkstatt (TU/UdK)
Ort&Zeit: To be announced // write us an email to lightreflectionlab@gmail.com (voraussichtlich Montags von 18h-21h im Raum 34c, Hardenbergstr. 33 (UdK))
Leitung: Clara Roca-Sastre, Emma Sokoll & Charlotte Maurer
Kontakt: lightreflectionlab@gmail.com
The Light and Reflection LAB is an open//maker//thinking space, which was founded in the frame of the Open Class (UdK). The goal of our project is to explore transdisciplinary approaches to art. As physicists we want to understand our environment not only through mathematics and experiments, but also in unambiguous ways, through our senses. We ask ourselves, what is a theme that unites all disciplines? What subject do we all understand? Light. We will experiment with different light sources and channelling methods. Finding ways to develop new approaches to harness light.

Medea und Medusa:  Ambivalente mythologische Frauenfiguren von der Antike bis zur Gegenwart crossmedial

Format: Q-Tutorium (HU)
Ort & Zeit: Erstbesprechung am Freitag, 26.10.18 um 16 Uhr, Treffpunkt Bebelplatz (direkt vor der juristischen Fakultät), der Seminarraum wird später bekannt gegeben, genauso wie die reguläre Zeit.
Seminarleitung: Karina Pawlow
Kontakt: karina.pawlow@hu-berlin.de
Das Frauenbild als eine Vorstellung, die durch vielerlei Faktoren wie Kultur, Religion etc. geprägt wird, unterlag stets einem Wandel in der Geschichte. Bereits in der Antike flossen diese Vorstellungen in unterschiedliche Mythen ein, die anhand beispielhafter Erzählungen von Göttern, Helden und Menschen ihre Rezipient*innen zum Reflektieren über das eigene Leben anregen sollten. Diese Wechselwirkung zwischen Mythos und Mensch lässt sich in der Wandelbarkeit dieser Legenden, abhängig von Zeit und Region, fassen. So waren bereits in der griechischen Antike einige Mythen beliebter als die anderen, wurden als Vorlagen für Drama und Dichtung verwendet und erfreuten sich großer Beliebtheit in der bildlichen Umsetzung. In den späteren Jahrhunderten wurde dieses Erbe unterschiedlich stark rezipiert, doch bemerkt auch ein unerfahrener Betrachter, dass es große Diskrepanzen zwischen der Tradition eines Mythos in der griechischen Antike und beispielsweise der Rezeption desselben in der Renaissance oder Moderne gibt. Auch, dass selbst innerhalb einer Epoche unterschiedliche Autoren und Künstler ganz verschiedene Momente einer Geschichte zu erzählen suchen. Oder aber sich Konventionen bezüglich der Präferenz eines Mediums einstellten, die ad hoc aus heutiger Sicht nicht erklärbar zu sein scheinen.
Gemeinsamen wollen wir am Beispiel der Medusa Gorgona untersuchen, inwiefern wir anhand der Darstellung dieser mythologischen Frauengestalt in Literatur, Skulptur, Malerei, Fotografie und Film das jeweils zeitgenössische Frauenbild nachvollziehen können, welche Relevanz dieses für uns heute hat und mit welchen neuen Fragen sowie Methoden wir selbst an bekannteste Werke (Berninis Büste, Caravaggios Schild, Cellinis Perseus-Medusa-Gruppe u. v. m.) herantreten können, um die zuvor gestellten Fragen zu beantworten. Letztere können im Rahmen des „Forschenden Lernens“ auch eigenständig entwickelt werden, denn das Vorhaben plant mit einem möglichst offenen und interdisziplinären Arbeitskreis. Aus diesem Grund sind Student*innen (BA und MA) solcher Fachrichtungen wie Kunst- und Bildgeschichte, Klassische Archäologie, Medienwissenschaften, Kulturwissenschaften, Alte Philologie, aber auch Literaturwissenschaften und Gender Studies sowie verwandter Fächer herzlich eingeladen, eigenständig zu ausgesuchten Medusen zu forschen.
Geplant sind mehrere Museumsbesuche und die Konzeption einer Ausstellung zur Präsentation der Endergebnisse.

Modulares Bauen

Format: tu project (TU)
Ort: Hermann-Rietschel-Institut, Raum 115
Zeit: Steht noch nicht fest, frühester Beginn: 22.10.
Seminarleitung: Manuel und Alex
Kontakt: mod_bau_tup@mail.de

Wenn Wohnraum eine Luxusware ist, wenn unsere Art und Weise zu Bauen die Menschen krank macht, Ressourcen verschwendet und der Umwelt schadet, genau so wie unsere Art und Weise im alltäglichen Leben mit Ressourcen wie Energie und Wasser umzugehen, dann sind wir doch genau die Richtigen um Alternativen dazu zu erarbeiten!Die Projektwerkstatt richtet sich an Studierende die Lust haben im Rahmen ihres Studiums – in interdisziplinären Arbeitsgruppen – gemeinschaftlich, kritisch und mit Eigenverantwortung – mit Praktischer Orientierung – Möglichkeiten zu erforschen und Wege zu entwerfen, wie mit Hilfe modularer Bauformen, nachhaltiger Baustoffe und Low Tec das Bauen und Wohnen sozial und ökologisch verträglicher gestaltet werden kann.
Ziel ist die Umsetzung von erarbeiteten (Teil-) Konzepten an Modellbauten, vor allem aber eine umfangreiche und verständliche Dokumentation der entwickelten Konzepte.

Musik und Gender: Vernetzungen in der weiblichen Musikgeschichte

Format: Q-Tutorium (HU)
Ort: Am Kupfergraben 5, Raum 401
Zeit: Donnerstag, 14-16 Uhr
Seminarleitung: I. Rajic, E. Willert
Kontakt: rajiciva@hu-berlin.de
Die Konstruktion eines musikalischen Kanons, der auf dem Konzept einer linearen Historiographie und einem sich daraus eröffnenden Fortschrittsgedanken beruht, wird seit längerer Zeit aus unterschiedlicher Perspektive sowie mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Methoden kritisiert. Das Q-Tutorium strebt eine solche Betrachtung durch die Gender-Perspektive an: Wir wollen die „weißen Flecken“ der musikalischen Landschaft, genauer gesagt marginalisierte Komponistinnen und ihren sozialen sowie musikalischen Habitus beleuchten. Anhand einer Auswahl von Komponistinnen werden bestimmte Topoi untersucht, die, mit dem Ziel Konvergenzen bzw. Divergenzen im Umfeld und Schaffen von Komponistinnen per se sowie im Verhältnis zu den Gender-Diskursen der jeweiligen Zeit festzustellen, gegenübergestellt werden. Im anschließenden Vergleich der Auswertungen sollen Vernetzungen in der weiblichen Musikgeschichte geschaffen werden.
Eine solche interdisziplinäre Konzeption ermöglicht eine Vielfalt von Teilfragen, welche die Teilnehmer*innen gemeinsam auswählen können: Ansatzpunkte zur Beantwortung der Forschungsfrage reichen von musikwissenschaftlichen über ethnologische und soziologische bis hin zu performativen, philosophischen und psychologischen Themenbereichen. Aus diesem Grund sind grundlegend verschiedene Fachrichtungen in das Q-Tutorium integrierbar: Um das Forschungsthema in seiner ganzen Bandbreite zu beleuchten, sind Studierende der Musik-, Kunst- und Theaterwissenschaft sowie künstlerisch-praktischer Studiengänge der Musikhochschulen sowie Studierende der Gender Studies, Soziologie, Germanistik, Philosophie, Psychologie und Ethnologie herzlich willkommen.

No homo Bro! – Repräsentation von Männlichkeit in (schwulen) Pornographien

Format: Projekttutorium (HU)
Ort: Sophienstraße 24, Raum 1.402
Zeit: Mittwoch, 16-18 Uhr
Leitung: Niklas Binder
Kontakt: binderni@hu-berlin.de
In schwulen Pornographien wird dieses Problem noch komplizierter. Einerseits stehen angesichts des fehlenden anatomischen Geschlechtsunterschieds der Darsteller die Grenzen zwischen Objekt und Subjekt zur Debatte — es ist nicht mehr eindeutig, mit wem sich der Konsument identifizieren will und soll. Auf der anderen Seite wird die Konstruktion von Männlichkeit durch die Tatsache erschwert, dass es sich hierbei um den unmännlichsten Akt überhaupt geht: schwuler Sex. Wie kann hier trotzdem Männlichkeit konstituiert werden? Wie grenzen sich heterosexuelle Pornographien von homosexuellen ab? Und welche Rolle spielen die beiden in der jeweils anderen Kategorie?
Anhand von soziologischen, medien- und genderwissenschaftlichen Texten wird sich das Tutorium ein Bild von Männlichkeit in (schwulen) Pornographien machen. In regelmäßigen Abständen werden Essays zu den bearbeiteten Themenblöcken geschrieben. Zum Ende wird sich das Tutorium damit auseinandersetzen, wie Männlichkeit in Pornodrehbüchern bewusst gebrochen und dekonstruiert werden kann.

Offene Schnittstellen im sozialen und nachhaltigen Kontext – Analyse und potentielle Lösungen

Format: tu project (TU)
Ort: Telefunken-Haus am Ernst-Reuther-Platz, Raum 512
Zeit: Mittwoch, 12-14 Uhr
Leitung: Bengin Özdil; Jan-Ulrich Holtgrave
Kontakt: jan-ulrich.holtgrave@campus.tu-berlin.de
Wir betrachten bestehende offene Schnittstellen, die sich für soziale und nachhaltige Zwecke nutzen und erweitern lassen, hierbei bitten wir auch insbesondere um Ideen von Euch! Die Berücksichtigung von bestimmten sozialen Gruppen und der Ökologie wird bei der Gestaltung von alltäglichen Softwareanwendungen, die wir jeden Tag nutzen, häufig vernachlässigt und das gesamte Potential nicht erkannt. Da diese entweder nicht wirtschaftlich verwertbar oder die Sensibilität und das Bewusstsein für derartige Themen nicht vorhanden sind. Diese Problematik aber auch die Potentiale, haben wir durch unsere Arbeit bei Integreat erkannt und möchten zusammen mit Euch weitere Schnittstellen betrachten und diese gemeinsam mit Euch Aufwerten bzw. Erweitern, um einen gesellschaftlichen und/oder ökologischen Mehrwert zu erzielen.

Paradigmen und Kontroversen ökonomischer Theorien

Format: Studentisch organisierte Ringvorlesung (FU)
Ort: Garystr. 21, Hörsaal 108
Zeit: Mittwoch, 16-18 Uhr
Leitung: Kritische WirtschaftswissenschaftlerInnen Berlin
Kontakt: finanzkrisen@gmail.com
Ankündigungstext noch nicht veröffentlicht.

Patriarchale Geschlechterverhältnisse – psychoanalytische und marxistische Perspektiven

Format: Projekttutorium (HU)
Ort: Invalidenstraße 110, Raum 239
Zeit: Montag, 16-18 Uhr (die Veranstaltung beginnt am 22. Oktober)
Leitung: Lena Böllinger
Kontakt: lenaboellinger@posteo.de
Spätestens seit der Zweiten Welle der Frauenbewegung bemühen sich insbesondere psychoanalytische und marxistische feministische Theoretikerinnen, Geschlecht als Strukturkategorie analytisch zu fassen und die Konstruktion der Geschlechterhierarchie nachzuvollziehen und zu kritisieren. Mit dem Aufkommen diskursorientierter und dekonstruktivistischer Perspektiven geriet die Rezeption dieser Analysen zugunsten einer Kritik an normativen Identitäten ins Stocken. Gleichzeitig lässt sich eine Vereinnahmung und Neutralisierung feministischer Forderungen von staatlicher und privatwirtschaftlicher Seite beobachten, die jedoch die systematische Abwertung von Frauen und die sogenannte Care- und Sorgekrise nicht beseitigt, sondern paradoxerweise eher verstärkt. Im Tutorium sollen daher ältere Theoretisierungen der Geschlechterhierarchie nachvollzogen und hinsichtlich ihrer Aktualität bzw. Aktualisierungsmöglichkeiten befragt werden. Im ersten Semester werden wir uns zunächst mit feministischen-psychoanalytischen Perspektiven beschäftigen. Hier werden wir insbesondere Texte von Luce Irigaray lesen und das Theorem der sexuellen Differenz im Unterschied zum sex-gender-Konzept diskutieren. Im zweiten Semester wenden wir uns feministischen-marxistischen Perspektiven zu und knüpfen an
die sogenannte Hausarbeitsdebatte an, die die spezifische Ausbeutung und Abwertung von Frauen(-arbeit) im Kapitalismus thematisierte. Hier werden wir insbesondere Texte der sogenannten ‚Bielefelderinnen‘ lesen, mit deren theoretischen Konzepten sich nicht nur heutige massive
Prekarisierungsprozesse analytisch fassen lassen, sondern auch die sogenannte Care- und Sorgekrise als strukturelles Phänomen nachvollzogen werden kann. Ein besonderes inhaltliches Augenmerk des gesamten Tutoriums liegt auf der Frage, wie sich die psychoanalytischen Fragestellungen aus dem ersten Semester mit den marxistischen Ansätzen aus dem zweiten Semester verbinden lassen, und welche Möglichkeiten und Widersprüche im Hinblick auf feministische Praxen sich dabei ergeben.

Plant Behavior Lab

Format: Offenes Projekt
Ort: UDK Berlin, Hardenbergstr. 33
Zeit: biweekly, for more info contact filipe (alles.ist.die.trumanshow@gmail.com)

 

In the Plant Behavior Lab philosophers, scientists, dancers, visual artists, musicians and performers research together on plant behavior. The idea is that the respective methods of the different disciplines cross pollinate each other and bear transdisciplinary fruits. We will read and discuss texts and art works, invite guests, work on different projects and make excursions.

Podcast zum öffentlichen Raum

Format: Projektwerkstatt (TU)
Ort: Hardenbergstr. 36 (Eugene-Paul-Wigner-Gebäude), Raum EW 217
Zeit: Montag, 14-18 Uhr
Leitung: Ana Teresa Burgueno Hopf & Bjarne Lotze
Die meisten Menschen befinden sich tagtäglich im öffentlichen Raum. Er beeinflusst unser alltägliches Leben. Dementsprechend ist die Betrachtung und Analyse des öffentlichen Raums nicht nur interessant, sondern auch von großer Bedeutung. Zwei der bedeutendsten aktuellen Themen sind zum Beispiel das der Barrierefreiheit (der ÖPNV in Deutschland steht vor dem unmöglichen Ziel bis 2020 barrierefrei zu werden) und dem der ökologischen Nachhaltigkeit um die Klimaziele von Paris zu erfüllen. Ob Wissenschaftler, Gesellschaftskritiker, Umweltverbände oder Künstler, das Thema bietet viel Diskussionsstoff und kann aus den verschiedensten Perspektiven betrachtet werden.
In diesem Projekt geht es um die Entwicklung eines Podcasts, der sich mit dem öffentlichen Raum beschäftigt. Ziel soll es sein, qualitatives Wissen für unterschiedliche Hörer so attraktiv wie möglich zu gestalten. Die Teilnehmer des Seminars werden dafür zusammen mit den Tutorinnen Fragestellungen zum Thema „öffentliche Räume“ entwickeln, um letztendlich ein Skript/Konzept zu erarbeiten, welches als Grundlage für die Aufnahme der aktuellen Podcastepisoden angefertigt wird.
Hierbei können die Studierenden ihre Erfahrungen in inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit weitergeben und haben dabei die Möglichkeit, innovative und reflexive Ideen einzubringen. Die thematische Komponente sollen sich die Studierenden selbstständig erarbeiten. Dabei sollen verschiedene Perspektiven durch gemeinsame Diskussionen und weiterführende Literatur eingenommen werden. Die verschiedenen Episoden können sehr verschieden aufgebaut sein, von reinen Monologen bis zu Gruppeninterviews, von kurzen 3-Minütern bis zum langen halbstündigen Talk. Darüber hinaus werden wir eine eigene Webseite erstellen, auf denen die Podcastepisoden mit einleitenden Blogbeiträgen flankiert werden, die auf das Thema hinführen und neugierig machen.

Professionelle pädagogische Beziehungen in der Schule

Format: Projektwerkstatt (TU)
Ort: Carnotstraße 1A (Bürocenter), Raum 104
Termine: 24.10.2018 // 07.11.2018 // 21.11.2018 // 05.12.2018 // 19.12.2018 // 16.01.2019 // 30.01.2019 // 13.02.2018, jeweils 14-18 Uhr
Tagungstermine: 11. + 12.02.2019
Leitung: Claudius Baumann & Anne Wilke
Kontakt: anne.wilke@fu-berlin.de ; claudius.baumann@fu-berlin.de
Wir wollen uns mit Studierenden aus dem Lehramts- und Bildungsbereich und anderen Interessierten dem Thema der professionellen Beziehung in der Schule nähern. Dabei beschäftigen wir uns mit der Relevanz des Themas Beziehung und seines vielfältigen Einflusses auf verschiedene Faktoren im Handlungsfeld Schule und lernen gemeinsam Impulse und methodische Werkzeuge für die eigene berufliche Beziehungsarbeit kennen.
Folgende Fragen stehen dabei im Fokus:
– Welche Bedeutung haben Beziehungen generell und warum sind Beziehungen im schulischen Kontext wichtig?
– Wie kann ich als Lehrkraft eine gute Beziehung zu Schüler*innen aufbauen?
– Was ist das Besondere an einer Lehrer*innen-Schüler*innen-Beziehung?
– Was fordert mich als Lehrkraft in den Beziehungen zu Schüler*innen heraus und wie kann ich angemessen und konstruktiv damit umgehen?
Wir werden auf verschiedene Themenfelder und Begriffe rundum den pädagogischen Beruf eingehen und sie im Bezug auf Beziehungsarbeit betrachten: Haltung, Rollenverständnis, Motivation, Leistung & Lernen, Störungen, Kommunikation, Autorität & Macht, Nähe und Distanz
Am Ende des Semesters werden wir die Möglichkeit haben, an einem Forum der Deutschen Schulakademie mit dem Thema Beziehungsarbeit in der Schule teilzunehmen. Die Tagungstermine sind der 11. und 12.02.2019.

Projektlabor „Zukunft & Nachhaltigkeit“ / Project Lab „Future & Sustainability“

Format: Studium Generale (Beuth-Hochschule für Technik)
Ort: Luxemburger Straße 20a (Haus Gauß), Raum B025L
Zeit: Montag, 16-17.30 Uhr
Seminarleitung: Timm Wille, Rat für Zukunftsweisende Entwicklung (RZE)
Kontakt: mail@rze-bht.de

Was ist Nachhaltigkeit und wie können verschiedene Wissensstände zur nachhaltigen Entwicklung beitragen? Das Projektlabor „Zukunft & Nachhaltigkeit“ bietet seit Wintersemester 17/18 einen Experimentierraum an Hochschule, um Fragestellungen der Nachhaltigkeit und dem Zusammenspiel von Technik und Gesellschaft zu erörtern, sowie Lösungen in eigenen Projekten umzusetzen und in den Alltag zu übertragen. Es finden zu Beginn der Veranstaltung Vorträge externer Referent*innen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsfragen statt. Diese führen in grundlegende Problemstellungen ein und zeigen bisherige Lösungsansätze auf. In den folgenden Terminen erarbeiten die Studierenden darauf aufbauend eigene Projekte. Mögliche Projektideen:  Durchführung einer Veranstaltung an der Hochschule (z.B. Infostand, Flashmob, Repair-Cafe, Filmvorführung mit  Diskussion), Weiterführung von bestehenden Projekten (z.B. Campusgarten, Commons-Bike), aber auch bedeutend größere Dinge. Die Studierenden werden bei der Erarbeitung der Projekte durch Mitglieder des Rats für Zukunftsweisende Entwicklung unterstützt und insbesondere bei der organisatorischen Umsetzung begleitet.

Questioning Homonationalism

Format: Q-Tutorium (HU)
Ort: Burgstraße 26, Raum 406
Zeit:  Montag, 14-16 Uhr
Seminarleitung: S. Hunglinger
Kontakt: stefan.hunglinger@hu-berlin.de
Das Q-Tutorium möchte Jasbir Puars bahnbrechendes Buch Terrorist Assemblages: Homonationalism in Queer Times (2007), seine Wirkungsgeschichte und seine aktuelle Relevanz im Sinne des forschenden Lernens untersuchen. Studierende aller Fachrichtungen sind eingeladen, eigene Teilforschungsfragen, Methoden und Arten der Präsentation zu entwickeln. The Q-Tutorium wants to revisit Jasbir Puar’s groundbreaking book Terrorist Assemblages: Homonationalism in Queer Times (2007), its reception and its current relevance within the paradigm of research-based learning. Students of all disciplines are welcome to develop their own particular research questions, methods and ways of presentation.

Sozial nachhaltiges Wohnen

Format: Projekttutorium (HU)
Ort: Friedrichstraße 191, Raum 4076
Zeit: Mittwoch, 14-16 Uhr
Seminarleitung: Valerie Kwan
Kontakt: valerie.kwan.1@geo.hu-berlin.de

(zweisemestrige Teilnahme erwünscht)

***English version below***

‚Nachhaltigkeit‘ setzt sich seit mehr als 25 Jahren als ein Konzept durch, das auf den drei ‚Säulen‘ Ökologie, Soziales und Ökonomie beruht. Heute ist die Integration von Nachhaltigkeit in allen Bereichen immer noch eine aktuelle gesellschaftliche Aufgabe. Ein weiteres derzeit in Berlin äußerst relevantes Thema ist erschwinglicher Wohnraum. Die Teilnahme von Studierenden verschiedener Fachrichtungen sowie ‚Studierenden der ersten Generation‘, mit Migrationshintergrund und internationalen Studierenden am Projekttutorium ist ausdrücklicherwünscht, um das komplexe Themenfeld des innovativen und nachhaltigen Wohnens interdisziplinär und aus verschiedensten Blickwinkeln anzugehen. Der Schwerpunkt liegt auf Wohnformen und Wohnkonzepten mit Gemeinschaftsbezug. Im ersten Semester werden soziale Aspekte des nachhaltigen Wohnens wie Zusammenarbeit, Konflikt, Werte und Verhalten in Diskussionsfreiräumen besprochen. Im zweiten semester des Projekttutoriums werden lösungsorientierte Forschungstätigkeiten in Partizipation mit uniexternen Akteuren durchgeführt.

Lektüre sowie andere Lernmaterialien gibt es auf Deutsch und auf Englisch. Je nach den Bedürfnissen und Wünschen der Teilnehmenden kann das PT zweisprachig gestaltet werden.

Socially Sustainable Living (ideal is participation for 2 semesters)

‘Sustainability’ was defined over 25 years ago as being based on the three ‘pillars’ of the environment, society and economy. However, the integration of sustainability principles into these three areas is still a societal challenge today. A further hot topic in Berlin is affordable housing. The participation of students from various programmes as well as ‘first generation’ students, students with a migrant background or international students in the project tutorial (PT) is strongly desired, in order to tackle the complex topic of innovative, sustainable housing from interdisciplinary and diverse perspectives. The main focus within the topic area will be living arrangements and concepts with a community orientation, where primarily social aspects such as cooperation, conflict, values and behaviour will discussed during the first, introductory semester. The goal of the second semester in the two-semester long PT is solution-oriented research work conducted in a participatory manner with non-university stakeholders/actors.

Terra Preta – Kohlenstoffspeicher und Nährstoffkreislauf in der Stadt

Format: tu project (TU)
Ort & Zeit: Ort und Zeit der ersten Infoveranstaltung könnt ihr zeitnah auf unserer Website (http://tatendrang.tu-berlin.de/wp/projekte/terra-preta/) einsehen!
Leitung: Hannah Sachße; Vitali Geier
Kontakt: hannah.sachsse@campus.tu-berlin.de ; vitali.geier@campus.tu-berlin.de
„Terra Preta“ (portugiesisch: „Schwarze Erde“) ist die Bezeichnung für einen äußerst fruchtbaren Boden, der ursprünglich von den indigenen Kulturen des Amazonasbeckens geschaffen wurde. Viele Wissenschaftler*innen sehen in dem kohlehaltigen Super-Humus aus dem Regenwald eine Chance, globalen Problemen wie Klimawandel und Ernährungssicherung zu begegnen.
In unserem tu project widmen wir uns gemeinsam der Frage, in wie weit „Terra Preta“ auch hier in der Stadt beim Schließen von Nährstoffkreisläufen und dem langfristigen Speichern von Kohlenstoff eine Rolle spielen kann.
Neben spannenden Inputs und theoretischen Grundlagen legen wir einen Fokus auf selbstständiges Anpacken und Ausprobieren. Von der Herstellung von Terra Preta aus Pflanzenkohle und Bokashi-Dünger über den Bau von Trocken-Trenn-Toiletten bis hin zur Durchführung wissenschaftlicher Studien haben wir viele Möglichkeiten, unsere Kenntnisse praktisch anzuwenden.

The danger of a single story? Zu Afrika-Bildern in deutschen Medien

Format: Q-Tutorium (HU)
Ort: Invalidenstraße (Ediosn Höfe), Raum 410
Zeit: Donnerstag, 16-18 Uhr (25.10.2018 bis 14.02.2019)
Seminarleitung: J. Juray & T. Neuerer
Kontakt: juraj.jordan@cms.hu-berlin.de
„Afrika“, schreibt der nigerianische Autor Chinua Achebe, werde als „Antithese zu Europa“ begriffen, zur „Folie“ gemacht, zum „Ort der Negation, zugleich entlegen und doch irgendwie vertraut.“ Achebe – nicht zuletzt Vorbild Chimamanda Ngozi Adichies, auf deren millionenfach online abgerufenen TED-Talk der Titel des Tutoriums verweist – bezieht sich hier auf Joseph Conrads berühmte Novelle Herz der Finsternis, die 1899 ersterschien. Blickt man auf die Ergebnisse einer repräsentativen Emnid-Umfrage aus dem Jahr 2010, scheint das bundesdeutsche Bild des afrikanischen Kontinents nicht allzu weit hiervon entfernt: 47 Prozent der Befragten nannten als erste Assoziation, die sie mit Afrika verbänden, Hunger. Danach folgten die Assoziationen Aids, Fußball (jeweils zehn) sowie Korruption und Safari (jeweils acht Prozent).
Derartige Assoziationen und Zuschreibungen stehen im Widerspruch etwa dazu, dass der überwältigende Teil der in Afrika lebenden Menschen in Frieden lebt, dass Machtwechsel nach Wahlen in aller Regel friedvoll ablaufen, dass Marokko zu den weltweit am stärksten wachsenden Volkswirtschaften gehört oder auch zu dem Faktum armutsbedingter Nord-Süd-Migration im Zeichen der Eurokrise. Aus diesem Widerspruch ergibt sich das Forschungsinteresse für das Q-Tutorium:
Ausgehend von der Annahme, dass eine Wechselwirkung zwischen längst überkommenen, aber ungebrochen prävalenten Vorstellungen von und der medialen Berichterstattung über Afrika besteht, wollen wir gemeinsam der Frage nachgehen, welche kolonialrassistischen Stereotype im Rahmen letzterer (re-) produziert werden. Zur Beantwortung der Frage bieten sich zunächst verschiedene Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse an. Darüber hinaus wollen wir aber auch kreative Herangehensweisen an die Thematik erproben: Beispielsweise würden wir gerne die subversive Kraft der Parodie nutzen und – inspiriert von der Mockumentary „Das Fest des Huhnes“ – eine oder mehrere filmische Episoden produzieren, die den kolonialen Blick spiegeln.
Das Tutorium richtet sich an Bachelorstudierende der Regionalstudien Asien/Afrika sowie der Kultur-, Medien- und Sozialwissenschaften. Selbstverständlich sind aber auch alle anderen, die Lust auf Forschendes Lernen haben und sich für die kritische Auseinandersetzung mit der Afrika-Berichterstattung deutscher Medien interessieren, willkommen.

(Un)fragmentierte Subjekte im Spannungsfeld von Universalismus und Partikularismus

Format: Projektwerkstatt (TU)
Ort: Straße des 17. Juni 136, Raum 742
Zeit: Do, 14–16 Uhr
Seminarleitung: Sibylle Barnieck & Marie Lippert
Kontakt: marie.lippert612@gmail.com
Was ist – und: Wie konstituiert sich ein Subjekt? Diese Frage stellt sich in einer solchen Form erst seit der Neuzeit, also seit einer ideengeschichtlich verfolgbaren Trennung von subjektiver Wahrnehmung und objektiver Welt in der Erkenntnistheorie, die seither immer wieder problematisiert und zu vermitteln versucht worden ist. Es schließt sich an diese Frage also notwendig immer auch die Frage nach der Erkenntnisfähigkeit des Menschen, der Fähigkeit universelle Aussagen zu treffen, an. Zu der Problematik der Trennung von Subjekt-Objekt stellt sich in der modernen Philosophie zudem die der Einheit bzw. Fragmentierung des Subjekts und seiner Erfahrungen.
Wenn also zum einen der Mensch grundsätzlich getrennt von seinem Erkenntnisobjekt, der Welt, ist, zum anderen sein Selbst, aus dem eine solche Erkenntnis gewonnen werden kann, auch fragmentiert ist, können wir dann überhaupt davon ausgehen, dass uns ein Zugriff auf Wahrheit möglich ist? In zeitgenössischen Diskussionen kommt nun immer mehr Kritik an einer vermeintlichen Aufgabe dieser Möglichkeit, sich noch auf eine verbindliche, objektive Wahrheit zu einigen, auf: Wir begegnen ihr in Form der Schlagworte: post-truth, postfaktisches Zeitalter, alternative Fakten. Im Laufe des Projekts wird anhand von gesellschaftstheoretischen Texten des 20. Jhds. und der Gegenwart, sowie aktuellem Quellenmaterial, versucht werden, sich der Frage danach zu nähern, was unsere Annahmen über die Einheitlichkeit bzw. Fragmentierung von Subjekten damit zu tun haben könnten, wie wir uns politisch zu Fragen der Wahrheit und der Objektivität positionieren können.

Unframing Muslims? Reflexive Ethnografien jugendlicher Identitäten in Berlin

Format: Projekttutorium (HU)
Ort: Invalidenstraße 118, Raum 315
Zeit: Mittwoch, 16-18 Uhr
Seminarleitung: Fiona Katherine Smith
Kontakt: fiona.katherine.smith@hu-berlin.de
Basierend auf einem Inward-Outward-Ansatz wird die interdisziplinär-ausgerichtete Forschergruppe in einen Dialog mit jungen muslimischen Akteur_innen aus dem heterogenen Bereich der Berliner Jugendkultur eintreten und ein gemeinsames Projekt über jugendliche muslimische Identitäten im Kontext der derzeit in Deutschland und Europa kontrovers diskutierten „muslimischen Frage“ entwickeln und realisieren. Dabei werden alle Dialog-Mitglieder darin gefördert, reflexiv über ihre eigene Identitäten nachzudenken. Ausgehend von der Annahme, dass das Projekttutorium Identitätskonstruktionen in einem stark politisierten Raum untersucht, spielt insbesondere die kritische Reflexion der Rolle von Machtverhältnissen in der Forschung eine Rolle, und wie man diese erkennt, konstruktiv aufbricht und in einen positiven kulturellen Dialog übersetzen kann. Das Projekttutorium, das mit einem e-Learning-Format arbeiten wird, ist offen für alle Studierende, um eine Vielfalt der Perspektiven und Fachdisziplinen abzusichern. Fremdsprachenkenntnisse, ethnografische Erfahrung und Interesse am kreativen Arbeiten sind wünschenswert, aber nicht erforderlich. Das Projekttutorium hat bereits in SS 18 begonnen und die Forschung, die in WS 18/19 unternommen wird, ist die Weiterentwicklung davon. Eine Teilnahme in SS 18 ist nicht notwendig.

Wenn man trotzdem lacht – Humor und Ernst in der Instrumentalmusik des 19. und 20. Jahrhunderts

Format: Q-Tutorium (HU)
Ort: Am Kupfergraben 5, Raum 501
Zeit: Montag, 16-18 (wöchentlich) findet vom 22.10.2018 bis 17.12.2018 statt und am 9+10.02.2019, 10-16 Uhr Blöckseminar in Raum 401
Seminarleitung: M. Grage
Kontakt: Morten.Grage@web.de
„Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“ – Das ist nicht nur eine der treffendsten Definitionen des Begriffs Humor, sondern soll der Ausgangspunkt für verschiedene Entdeckungen in der Musik sein, die sich mit dem Zusammenhang von Humor und seinem Gegenpart, dem Ernst, beschäftigen. Denn wenn man als eine einfache Definition von Humor annimmt, dass es die aufgeschlossene Haltung eines Subjekts gegenüber dem Komischen darstellt, so ergeben sich bei der Übertragung auf die Musik verschiedene Fragen und Probleme. Zweifelsohne gibt es komische Musik, aber gibt es auch humorvolle? ‚Spricht‘ dann in solchen Werken ein humoristisches Subjekt? Wie äußert sich eigentlich Musik als unernst, wenn sie doch semantisch selten wirklich greifbar ist? Und zu welchem Zweck gibt es, neben bloßer Erheiterung, humoristische Musik?
Diese und noch weitere Fragen wollen wir in einem Q-Tutorium näher beleuchten. Anhand von musikalischen Werken beispielhafter Komponisten wie Robert Schumann, Gustav Mahler, Dmitri Schostakowitsch, György Ligeti oder Mauricio Kagel werden wir dem Phänomen Humor und Ernst in der Instrumentalmusik nachgehen. Das Q-Tutorium wendet sich dabei nicht nur an Studierende der Musikwissenschaft, sondern ist ausdrücklich interdisziplinär angelegt und baut auch auf die Expertise anderer Fachrichtungen, sodass es offen für Studierende anderer Fächer, z.B. der Kulturwissenschaften, der Kunst- und Bildgeschichte, Philosophie, Germanistik und anderer Geisteswissenschaften und Philologien ist. Kenntnisse des Notenlesens sind wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich.
In der ersten Hälfte des Semesters werden wir uns zusammen einen Einblick in aktuelle Theorien verschaffen, die sich mit Humor, Ironie und Ernst beschäftigen und beispielhaft verschiedene musikalisch-humoristische Werke untersuchen. Die zweite Hälfte des Semesters soll selbstständig von den Teilnehmer*innen gestaltet werden, die zu eigenen Fragestellungen forschend tätig werden. In einer Blocksitzung zum Ende des Semesters werden die verschiedenen Projekte präsentiert und von den Kommiliton*innen besprochen. Im Sommersemester werden wir gemeinsam eine Abschlusspräsentation in Form eines studentischen Symposiums gestalten, bei der wir die Ergebnisse unserer Forschung der Öffentlichkeit vorstellen.

Wirklichkeiten und Möglichkeiten utopischen Denkens in der Spätmoderne

Format: Projekttutorium (HU)
Ort: Dorotheenstraße 24, Raum 3.007
Zeit: Freitag, 12-14 Uhr
Seminarleitung: Lukas Valtin
Kontakt: lukas.valtin@googlemail.com
Teil 2 von 2 – Neueinsteiger*innen sind herzlich willkommen!
„Erzähl‘ mir deine Wunschträume, und ich sag‘ dir, in was für einer Realität du lebst.“ So oder so ähnlich könnte man das Verhältnis von Gesellschaft und Utopie fassen: Letztere will Erstere transzendieren – und gleichzeitig ist sie in Form und Inhalt von dieser unleugbar abhängig. Die entstehenden Utopien selbst sowie die Art und Weise des gesellschaftlichen Umgangs mit ihnen (zeitgenössisch oder ex post) können deshalb für eine vielschichtige Gesellschaftsanalyse fruchtbar gemacht werden. Das Projekttutorium möchte in (unabdingbar) fächerübergreifender Manier den aktuellen Stand utopischen Denkens ausloten.
– Die im ersten Teil (SoSe 2018) in Bezug auf die Geschichte des utopischen Denkens von der Antike bis ins 20. Jahrhundert gewonnenen Erkenntnisse sollen nun die Analyse des aktuellen utopischen Denkens, also aktueller utopischer Bewegungen/Projekte/Schriften/Kunstwerke etc. informieren. Die Auswahl dieser wird den Teilnehmenden zum Teil selbst überlassen sein. Zur Seite gestellt werden dieser Recherche einschlägige aktuelle Gesellschaftsanalysen. Leitfrage ist: Wie haben gesellschaftliche Veränderungen der Spätmoderne die Entstehungsbedingungen für utopisches Denken und seine innere Struktur und Wirkungsweise beeinflusst?
In Bezug auf die entstehenden Endprodukte dieser Forschung/Auseinandersetzung soll der Kreativität, die das Thema herausfordert, unbedingt Raum gegeben werden.

Writing Intersectionally – Intersektional Schreiben

Format: Q-Tutorium (HU)
Ort: Dorotheenstraße 24, Raum 2.102
Zeit: Mittwoch, 12-14 Uhr
Leitung: Lukas Reimann
Kontakt: reimanlk@cms.hu-berlin.de
The notion of all knowledge as situated connects the broad spectrum of feminist academic practices. This insight has influenced feminist writers for decades, leading to a plethora of different writing styles and methodologies.
In this tutorium we will engage with some of the many ways situated and embodied knowledge can influence and find expression in our own (academic) writing. By concentrating especially on the question of how to apply intersectional modes of analysis in our research, we will look into how writing and thinking are connected and how we can express the complexity of lived experiences through text. Throughout the semester we will engage with questions such as:
How is what we know connected to how we write?
What can creative writing practices bring to our research?
Can we translate embodied knowledges into text?
Do our feelings and emotions belong in our research writing, and if yes, how?
What role could poetry, fiction and autobiography play in our (academic) writing?
Can our (academic) writing be a feminist tool?
How do the metaphors we employ in our writing influence the knowledge we gain and communicate?
How can we make our own writing more accessible, interesting and informative?
Because of the research-learning format of the tutorium, we will not only read and discuss texts on these topics, we will also try out different methods of writing, continually connecting research practice with epistemological discussion.
The primary language in the tutorium will be English, but participants are welcome to write in the language they feel most comfortably in.
The tutorium is open for all students in all stages of their studies who are interested in feminist writing practices. As the tutorium will be especially focused on the participants own writing practices, everyone will be able to engage with the topics that interest them, as well as the space will be particularly fruitful for those already engaged in writing BA or MA thesis or other bigger writing projects.

Zukunft Bauen – Generationsübergreifend gemeinsam Zukunft planen

Format: Projektwerkstatt (TU)
Ort: Str. des 17. Juni 152 (Architekturgebäude), Raum 201A
Zeit: Mittwoch, 14-16 Uhr (1. Termin am 24.10.)
Leitung: Heike Raabe
Kontakt: heike.raabe@campus.tu-berlin.de
Ist unser „Wohnfühlort“ noch derselbe, wenn sich unser Leben durch eingeschränkte Autonomie ändert? Wir wollen in generationsübergreifenden interdisziplinären Gruppen von Studierenden und BANA-Gasthörern untersuchen, inwieweit räumliche Veränderungen notwendig sind. Was muss darüber hinaus noch bedacht werden? Welche psychologischen Aspekte spielen z.B. bei den Veränderungen im sozialen und physischen Umfeld eine Rolle? Gibt es räumliche Konzepte, die soziale Beziehungen fördern können?

Zwischen Welt und Übergang – Rilkes Duineser Elegien

Format: Q-Tutorium (HU)
Ort: Burgstraße 26, Raum 113
Zeit: Mittwoch, 16-18
Seminarleitung: K. Mertens
Kontakt: mertens@hu-berlin.de
Mit seiner Tätigkeit als Privatsekretär bei dem französischen Bildhauer Auguste Rodin begann sich die Poesie Rilkes grundlegend zu verändern. Bei Rodin überwand Rilke seine Schaffenskrise und erlernte eine besondere Vertiefung seines dichterischen Ausdrucks durch die Brille bildender Kunst und meditativer Anschauung. Berühmte Gedichte wie „Der Panther“ oder „Archaïscher Torso Apollos“ entsprangen diesem neuen Verhältnis von Kunst, Literatur und (religiöser) Achtsamkeit.
Anhand ausgewählter Gedichte widmet sich das Q-Tutorium dieser Wechselbeziehung und versucht, Rilkes religiöse Dimension in den „Neuen Gedichten“ sowie anderer Spätwerke zu analysieren – obgleich von Religion bei Rilke, wie schon Robert Musil feststellte, nicht leicht zu sprechen sei: „Er [Rilke] war in gewissem Sinn der religiöseste Dichter seit Novalis, aber ich bin nicht sicher, ob er überhaupt Religion hatte.“ Auch diesem angedeuteten Paradoxon werden wir auf den Grund gehen.